chaze

regt sich auf & erklärt das universium

R.I.P. Arthur C. Clark

Arthur C. Clark ist tot. Vieles wurde dazu gesagt, vieles wird noch gesagt werden.
Damn, there don‘t make books like his ones anymore.

Zum Tode von Arthur C. Clarke: Es ist nicht erwiesen, dass Intelligenz überlebt [Heise online]
Writer Arthur C Clarke dies at 90 [BBC News]
Arthur C. Clarke ist gestorben [scifi-forum.de]

19. März 2008, 17:53 | Abgelegt unter: Welt | Tags: | Comments Off

yeah, webradio

Webradio: macht, dass man Songs wieder hört, die man niemals jemals wieder selber angemacht hätte, weil einem der Pathos sowas von peinlich ist. Aber: dass waren noch Zeiten, andere Zeiten.
Eine Musikausgabemaschine mit großer Street-Credibility. Dargestellt mit einem starken Subkulturgestus.

27. Oktober 2007, 00:51 | Abgelegt unter: Allgemein, Happy Kapitalismus, Antidepressiva | Tags: | Comments Off

Back in the 90’s

Was auch immer mich getrieben hat (vielleicht weil es wie ein Zitat aus vergangenen Tagen klang, als die GenossInnen sagten: „Ehy, is‘ Sponti. Kommst du mit?“): ich besuchte heute gestern abend die Spontandemostration in Lichtenberg (wegen Nazis, die am Sonntag drei Linke verprügelten). Erst waren wieder dutzende Menschen da, die einen nicht mögen oder die man selber nicht mag oder die sich untereinander nicht mögen … aber es geht ja gegen die Scheiß Nazis, nicht wahr? (Das war ungefähr die inhaltliche Seite der Demo.)
Alles war so unglaublich Neunziger. Treffen im Infoladen, original mit einer Wand, die mit alten Plakaten zugekleistert ist und wo – for real – die Interim verkauft wird. „Unauffällig“ zur Bahn, natürlich nicht, ohne aufzufallen. Am Veranstaltungsort wieder einmal richtig genervte Bullen Polizeibeamte, -beamtinnen und -angestellte, die ernsthafte Vorkontrollen durchführten, Platzverweise verhingen und einige Menschen gleich mitnahmen wegen Fahnen („gefährlicher Gegenstand“), irgendwelchem Zeug (Vorwurf unklar) und zudem sinnfreie Auflagen erteilten („Transparente auf der linken Seite nicht mehr als 1,50 Meter, auf der rechten Seite ist das egal.“)
Die Demo vollkommen ironiefrei Schwarz in Schwarz und ohne Lautsprecherwagen. Der Pulk rennt los, als gäbe es kein Morgen und keine Menschen, die weniger als 20 km/h auch ganz nett fänden. Die Parolen scheinen sich seit 1996 auch nicht verändert zu haben. Und immer noch muss man am Anfang so viel als möglich schreien, damit man ab Mitte der Demo nichts mehr rufen kann. Vor irgendeinem Naziladen, den man erkennt, weil die Polizei drumherum steht, muss man stehenbleiben, um irgendwas von der F.A.P. zu erzählen (immerhin schon 1995 verboten). Mehr war vom Redebeitrag nicht zu verstehen.
Unter der einzigen Brücke der Strecke muss man noch mal ganz viel durcheinander rufen, obwohl gerade hier niemand ist, den man irgendwas erzählen könnte. Und dann gemeinsam losrennen, einen Feuerwerkskörper in die Luft schießen. Alles so unglaublich Neunziger, nicht mehr autonom, aber noch irgendwie als Nachklang der autonomen Bewegung.
Und ganz schön Neunziger die Reaktion der Polizei auf das losrennen-und-was-in-die-Luft-schießen-Spiel: massiv in die „Demo gehen“, rumboxen, aber ganz schön heftig, und dann einen Menschen rausholen. Warum? Weiß man doch eh nie so genau. Vorher hatten sie jemand zu Boden geworfen und als er nicht der Gesuchte war, einfach liegen gelassen. So richtig Neunzigerjahremäßiges Rumgedrücke mit leichter Panik, Ketten mit Leuten, die man nicht kennt (und denen man trotzdem irgendwie vertrauen soll). Und dann weiter in Ketten rumstehen, als gäbe es jetzt noch mehr Haue. Wie die Silvio-Meier-Demonstrationen, damals.
Danach rasant weiter, die gleichen Parolen, etwas leiser. Abschließend durch die Rigaer Straße heimwärts. Wieder gefühlt, als wären die Antideutschen einer eher unbekannte Nebengruppe der Linken, die wichtigsten Diskussionen der Szene Sexismusdebatten und die Abgrenzung zur AAB (wegen und dem Text Neue Sachlichkeit, eigentlich aber auch, weil die AAB an sich mit ihrem Größenwahn nervte), so gefühlt, als würde in den Infoläden gerade diskutiert, ob die Bahamas wegen dem Artikel „Infantile Inquisition“ noch verkauft werden kann. Fast schien es sogar so, als sei Die Legend von Paul und Paula noch relativ neuer Stuff in der innerlinken Debatte.
Ach ja, die Neunziger. Eigentlich … Sekunde …

Hier, Anarchist Academy gehört dazu. Und unglaublich schlechte Indymedia-Kommentare. Alles wie damals, irgendwie. Aber danke, hat mir gereicht.

24. April 2007, 01:00 | Abgelegt unter: Die deutsche Linke, Aktionismus, Bestimmt wissens eh schon alle | Tags: | Comments Off