chaze

regt sich auf & erklärt das universium

R.I.P. Arthur C. Clark

Arthur C. Clark ist tot. Vieles wurde dazu gesagt, vieles wird noch gesagt werden.
Damn, there don‘t make books like his ones anymore.

Zum Tode von Arthur C. Clarke: Es ist nicht erwiesen, dass Intelligenz überlebt [Heise online]
Writer Arthur C Clarke dies at 90 [BBC News]
Arthur C. Clarke ist gestorben [scifi-forum.de]

19. März 2008, 17:53 | Abgelegt unter: Welt | Tags: | Comments Off

YEP!

Dont foget yo dreams
[Nottingham, von hier, Prancehall. Wenn schon da, dann Mixtape „Anger is a Gift“ anhören.]

16. August 2007, 10:41 | Abgelegt unter: Welt, Merksatz, Antidepressiva | Tags: | Comments Off

wg. Elvis

Wo jetzt Elvis bald dreißig Jahre tot ist und die Leute wieder anfangen drüber zu reden, eine kleine Frage: Wieso, zur Hölle, glauben Leute, dass gerade Elvis noch lebt, während das bei – beispielsweise- Jim Morrision, Jimi Hendrix oder Janis Joplin niemand behauptet. Hat man je jemand getroffen oder in der Talkshow gesehen, der verklärten Blickes sagte: "Ich ging in Florida in diesen Supermarkt, um Brot einzukaufen, und spürte schon: dieser Tag ist nicht so ein Tag wie gestern. Und dann sah ich ihn. Jimi. Älter zwar, aber es war Jimi. Wie auf den Videos von ihm, mit seiner Aura, seiner Ausstrahlung. Es war, als würde er wieder seine Gitarre anzünden, wie in Woodstock. Ich war perplex. Ich habe mich nicht getraut, ihn anzusprechen. Aber seit diesem Tag weiss ich, das Jimi nicht tot ist, wie immer alle behaupten."
Warum also gerade bei Elvis? Die Einlassungen von Herrn Kulla, so interessant sie auch insgesamt sind und nochmal berechtigt auf die rassistischen Untertöne der Elivs-Verehrung verweisen, bringen da keine Antwort. Janis war auch "weiss" und machte "schwarze Musik".

10. August 2007, 11:24 | Abgelegt unter: Welt, Das ist die Welt, in der wie leben, Happy Kapitalismus | Tags: | 1 Kommentar

It reminds me

Hamas militants seized the presidential compound in Gaza City overnight after a week of factional fighting, which has left more than 100 people dead. [BBC, 15.06.2007]

Geschichte wiederholt sich nicht, aber ähnlich bleibt sie doch. Manchmal zumindest.

„Der wedderdoeper eidt“ / Eid der münsterschen Täufer
(1) Item se moten versaken den doem und all dat men godz denst nompt.
(2) Item den cressem und all dat men myt characteren segent als palmen, wywater und lechte.
(3) Item se moten ock verloven den groten Balaam to seyn baven des presters hovede eder anders waeren.
(4) Item nummer mysse to horen.
(5) Item se moten und sollen de hele werlt versaken.
(6) Item myt den gotlozen nicht handelen und wandelen, kopen oder verkopen, to groten edder to eren.
(7) Item den saterdach reckenschap to doene und den overloep den christlicken broderen to delen, de van eren secten syn.
(8) Item se sollen nyner overicheit underdanich syn.
(9) Item se sollen eins in der wecken, nemptlick des saterdagh, up den bueck crucewyss liggen gaen; dan so hevet de zeelemorderen velle unkuyscher ffautasye myt den frouwen und hevet eyn water, dar he se myt wyget.
(10) Item se moten verloven, dat godt de menschlicke naturen van Maryen nicht entfangen hebbe.

Eyn ander eidt der wedderdoeper
(11) Dat nummant apenbair prediken sall vor der tidt der heiden.
(12) Dat men myt den gelovigen und gedopten eyn nye echte maken sall.
(13) Dat de vrouwen ere manne, de gelovich synt, here sollen heiten.
(14) Dat alle knechte und megede, de fry synt, nicht sollen hillicken an de heiden, und dat de sulfften gynen heiden deynen sollen, mer allene den gelovigen.
(15) Dat gyn christen regeren sall over de heiden.
(16) Dat de christen alle ampter verlaten sollen, de nicht redelick en synt.
(17) Dat ock de redelyken ampte doen, datsulve nicht noitsake ys, und den mysbrueck affbrecken sollen.
(18) Dat gyn christen myt den gotlozen richten sall.
(19) Dat gyn christen wocker offt renthe meren geven offte nemmen sall.
(20) Und eyn juwelick loepe synen loep und wech und sehe na nummandz umme, up dat em de doer nicht geslotten en werde.

Täuferkäfige am Lambertiturm (Münster)

15. Juni 2007, 12:40 | Abgelegt unter: Welt, Das ist die Welt, in der wie leben | Tags: No Tags | Comments Off

Abtreibungsverbot Nicaragua

Wo ich beim posten bin: Mittwoch, 17.03.2007, 19.00 Uhr, Kato:

Abtreibungsverbot von links?! Nicaragua – Lateinamerika – International
Feministische Strategien gegen linkskonservative Geschlechterpolitiken

Mit Violeta Delgado (Nicaragua) und Sarah Diehl (Deutschland)

Kurz vor der Wahl von Daniel Ortega zum Präsidenten Nicaraguas verabschiedete die nicaraguanische Nationalversammlung mit den Stimmen vieler Abgeordneter der sandinistischen Partei (FSLN) ein Gesetz, das es sogar im Falle einer Gefahr für das Leben oder die Gesundheit der Frau unter Strafe stellt, abzutreiben – ein Angriff auf elementarste Frauenrechte.
mehr bei der Rosa-Luxemburg Stiftung (irgendwer muss die Flugkosten ja bezahlen)

05. März 2007, 15:13 | Abgelegt unter: Welt, Bestimmt wissens eh schon alle, Das ist die Welt, in der wie leben | Tags: | Comments Off

Bushaltestellen

Bushaltestelle im Sowjetstyle mit Hammer und Sichel und Sternen, im NichtsWas sagt eigentlich die Architektur der Bushaltestellen über die Gesellschaft aus, in der diese errichtet werden?
Ich bin gerade sehr angetan von den Bildern sowjetischer Bushaltestellen, die Christopher Herwig in der neusten Nummer der Magazins polar inertia veröffentlicht hat. Vor allem von der relativen Vielfältigkeit. Und das sie im Nichts stehen.

Aber vielleicht hab ich auch gut reden: ich muss da ja nicht auf den Bus (fünfmal die Woche oder so) warten.

22. Januar 2007, 20:27 | Abgelegt unter: Welt, Nebenher | Tags: | Comments Off

Französischer Rap, Podcast

Mal etwas Werbung:
Informationen zum französischen Hiphop mit sozialem und politischen Background gibt es immer wieder mal beim (englisch-sprachigen) Podcast Yo La La!.
Der ist zwar beständig grausam schlecht produziert, aber das ist halt Street. Doch schon weil der französische Rap um Längen interessanter und inhaltreicher als der deutschsprachige ist, lohnt sich der Download.
Und: gerade ist die neuste Ausgabe fertig geworden, zu Oxmo Puccino. (Download hier)

Werbung Ende.

17. Januar 2007, 21:00 | Abgelegt unter: Die Medien, Welt | Tags: | Comments Off

gegen eure depressionen

Rumjammern und latent depressiv sein ist gerade angesagt. Oder? Zumindest in der Blogsphere und im Sozialen Zusammenhang. Jahresanfangs- / Winterdepression oder wie man das nennen will.
Und: ja ja, es kann immer nur besser werden: blabla Geld (Keines da, soll welches kommen. Es sei denn, der Kapitalismus bricht endlich zusammen.) blabla neue Leute kennen lernen (aber hopp hopp) blabla Glück, Liebe, Beziehung (ist ja immer was, was zu wenig da ist) blabla Spass, Hedonismus, Sex (irgendwie verpasst man ja doch immer das Beste) blabla neue Drogen, neue Musik (die alten Sachen sind halt die alten Sachen.) blabla Sinn im Leben und in der politischen Arbeit (Morgens ist immer so dunkel, wenn man nicht weiß, wofür der Tag das ist) blabla Szenetratsch (soll aufhören) etc. pp. Das stimmt ja immer, ja ja.
Aber ist ein Grund, schlecht drauf zu sein? Es passieren doch auch Dinge, die einen aufbauen. Meine aktuelle warum-die-Welt-vielleicht-doch-nicht-nur-schlechter-wird-Liste lautet:

  • Äthopien macht die somalischen Islamisten platt. So kurz mal zwischen Weihnachten und Neujahr (bzw. so kurz vor dem Opferfest).1
  • Saddam Hussein ist bestraft worden.2
  • Die Deutschen werden weniger.3
  • Das Chipkartensystem in Berlin ist abgeschafft.4

Und wo James Brown jetzt tot ist (leider) gibt es sein Platten gewiss gerade ganz billig. Zumindest die Best of. Wer schon mit der Realität sich nicht aufbauen möchte, kann das deshalb mit Musik machen:

Whoa! I feel good, I knew that I would, now /I feel good, I knew that I would /So good, so good, ’cause I got you /So good, so good, ’cause I got you /So good, so good, ’cause I got you bamm bamm bamm-bamm bamm-bamm-bamm Hey

  1. Ja ich weiß: Krieg ist blöd, Äthopien keine Vorzeigedemokratie mit schwedischen sozialen Sicherungssystemen, die Islamisten werden nicht so rausgeworfen, wie es sich gehört, drohende Warlodisierung, offenbar fehlende Pläne für Somalia nach den Islamisten, Kriegsgefahr Eritrea-Äthopien gewachsen (wieder einmal), Unterdrückung von sozialen Bewegungen und Opposition in Äthopien selber. Aber hey: das Gute ist, die Islamsten sind platt. Durch gezielt eingesetzte Gewalt. Und solange keine soziale Bewegung da ist, auf die man aufbauen kann … was soll man sonst hoffen? [zurück]
  2. Ja, richtig: Todesstrafe ist nicht hinnehmbar. Niemals. Aber ich werde mich nicht an der jetzt-wo-Saddam-Hussein-gehängt-wurde-muss-man-an-diesem-Fall-die-Todestrafe-diskutieren-Diskurs beteiligen. Jede andere Strafe – vor allem von einem ordentliche Gericht und mit der Chance, ihn für seine weiteren Verbrechen anzuklagen – wäre besser gewesen. Aber hey: endlich wieder jemand, der mit seinem durchgeknallten Weltbild nicht durchkam. [zurück]
  3. hier [zurück]
  4. Ist schon älter, die Meldung, freut mich aber immer noch. [zurück]

06. Januar 2007, 14:13 | Abgelegt unter: Welt, Das ist die Welt, in der wie leben | Tags: | Comments Off

Titelgebung

Folgende Gruppe ist noch relativ neu, hat sich trotzdem leider schon mit ihrer EZLN-Begeisterung, naja, eine kleines Naserümpfen verdient. Aber ihren Namen mag ich: Antifaschistische Aktion noch Österreich.
Eigentlich schade, dass es sich um Gefühlslinke zu handeln scheint.

14. Dezember 2006, 13:12 | Abgelegt unter: Welt, Nebenher | Tags: | Comments Off

Fuck Nazi-Grab Aktion in Österreich

Manchmal ist man (ich, bin ich) überrascht, was so in Österreich geht. Eigentlich hört man (ich, höre ich) von dort wenig nettes (aus der „Linken“). Doch dann machen einfach KünstlerInnen etwas vollkommen notwendiges:

Am Mittwoch, den 18. Oktober 2006 um 11.00 Uhr wurde von uns [Wolfram P. Kastner und Martin Krenn] am Grazer Zentralfriedhof auf dem dort befindliche Ehrengrab für einen SA-Sturmbannführer mit Hakenkreuz und dem Text „ER FIEL IM KAMPFE FÜR GROSSDEUTSCHLAND“ eine transparente Tafel angebracht. […]

Diese Tafel, welche das Ehrengrab in seinen historischen Kontext einordnet und eine Ende des Gedenks an nationalsozialistische Täter fordert, ist auf der Homepage von Martin Krenn noch zu sehen. Ebenso einige Artikel zu der Aktion. Im Original ist die Tafel schon wieder verschwunden. Aber der Skandal halt nach. (Zumal die Künstler wegen dieser Entfernung eine Anzeige stellten, weil so ein Hakenkreuz absichtlich sichtbar gemacht wurde.)

Keine Ahnung, ob das was bringt. Gut ist die Aktion auf jeden Fall. Und sie sagt etwas über die österreichische Linke aus: die Kunst ist in dort oft politischer, als die politischen Gruppen. Das ist zumindest im Bereich Antifa und im Feminismus einfach offensichtlich.

03. November 2006, 16:43 | Abgelegt unter: Aktionismus, Welt, Bestimmt wissens eh schon alle | Tags: | Comments Off