chaze

regt sich auf & erklärt das universium

Nachteile in der digitalen Welt

Nein, wie lustig: Hackangriff auf Kaffemaschine möglich [heise.de, 18.06.] Jetzt kann jemand schon einfach von außen die Einstellungen für den Kaffee verändern. Und das alles nur, weil irgendwer wollte, dass die Kaffeemaschine auch von irgend woanders gesteuert werden kann. Na, dass werden ja noch lustige Zeiten, wenn die „automatische Küche“ sich tatsächlich mal durchsetzen sollte.

18. Juni 2008, 16:03 | Abgelegt unter: Kopfschütteln und Achselzucken, Happy Kapitalismus | Tags: No Tags | Comments Off

Quatsch Elfenbeinturm

Na, endlich mal ein sinnvolles und praxisnahes Diplomprojekt: Tag Galaxy.

[Oder anders: ein äußerst „sinnvolles“ Flickr-Mash-Up, dass aus Flickr-Tags Planeten, die sich im All drehen, bastelt, welche wiederum herangezoomt aus getaggten Bildern (aus Flickr) bestehen, welche aus den Weiten des Weltraums heranflogen kommen, aber auch einzel betrachtet werden können. Traffic-produzierender Zeitvertreib, möglich durch die ordentlich dokumentierte Flickr-API.]

27. Mai 2008, 01:18 | Abgelegt unter: Happy Kapitalismus | Tags: | Comments Off

Linux auf dem Weg zum Mainstream

Ich hab es nicht glaben wollen, bis ich es festhalten konnte. Aber tatsächlich: Werbung im Berliner U-Bahn-Werbefernsehen für die neue Ubuntu-Version. Aha. Linux, da stehen zwischenzeitlich Millionäre hinter. Aber immerhin, die könnten ihr Geld auch schlechter ausgeben, als für Freie Software und den aktiven Wissenstransfer.
Bild von der Werbung für die aktuelle Ubunutu-Version in der Berliner U-Bahn.

28. April 2008, 13:02 | Abgelegt unter: Das ist die Welt, in der wie leben, Happy Kapitalismus, Antidepressiva | Tags: | 4 Kommentare

Everyday Life Rap

27. Januar 2008, 00:54 | Abgelegt unter: Das ist die Welt, in der wie leben, Happy Kapitalismus | Tags: | Comments Off

Teilgruppenhumor

Zum Palituch bei telepolis stellt Marcus Hammerschmitt (Die Rückkehr des schwarz-weißen Elends):

Ist es sinnvoll, diesem Schwachsinn mit dem Arsenal von Antisemitismustheorien zu begegnen, das man auf ihn ansetzen könnte? Den uncoolen Kids entgegen zu halten, dass coole Kids keine Palitücher tragen? Sie zu fragen, ob ihnen nur kalt ist, oder ob sie keine Juden mögen? Wer glaubt, dass auf solche Aufklärungsversuche mehr zurückkäme als ein blödes Glotzen und ein Gestammel à la „Der Kevin aus der 7b hat auch eins“, der pflegt wahrscheinlich auch noch andere Illusionen.

Da sag ich doch: Vielleicht. Aber wenn’s doch Spaß macht! [Und außerdem können sie ruhig mal merken, dass es Leute gibt, die sie nicht mögen. Sagt ihnen ja sonst niemand mehr.]

29. November 2007, 03:07 | Abgelegt unter: Die deutsche Gesellschaft, Happy Kapitalismus | Tags: | Comments Off

yeah, webradio

Webradio: macht, dass man Songs wieder hört, die man niemals jemals wieder selber angemacht hätte, weil einem der Pathos sowas von peinlich ist. Aber: dass waren noch Zeiten, andere Zeiten.
Eine Musikausgabemaschine mit großer Street-Credibility. Dargestellt mit einem starken Subkulturgestus.

27. Oktober 2007, 00:51 | Abgelegt unter: Allgemein, Happy Kapitalismus, Antidepressiva | Tags: | Comments Off

Pop ist Unsinn

U.K. HipHop Is Alive vermeldet übrigens, dass die Underground Kingz mit ihrem (selbstbetiteltem) Album in den Billboard Charts auf Nummer Eins eingestiegen ist. Nummer Eins. Ich meine, dass ist Kapitalismus, aber mit diesem Namen die meisten Platten verkaufen – wie absurd ist das den?

23. August 2007, 13:58 | Abgelegt unter: Kopfschütteln und Achselzucken, Happy Kapitalismus | Tags: | Comments Off

wg. Elvis

Wo jetzt Elvis bald dreißig Jahre tot ist und die Leute wieder anfangen drüber zu reden, eine kleine Frage: Wieso, zur Hölle, glauben Leute, dass gerade Elvis noch lebt, während das bei – beispielsweise- Jim Morrision, Jimi Hendrix oder Janis Joplin niemand behauptet. Hat man je jemand getroffen oder in der Talkshow gesehen, der verklärten Blickes sagte: "Ich ging in Florida in diesen Supermarkt, um Brot einzukaufen, und spürte schon: dieser Tag ist nicht so ein Tag wie gestern. Und dann sah ich ihn. Jimi. Älter zwar, aber es war Jimi. Wie auf den Videos von ihm, mit seiner Aura, seiner Ausstrahlung. Es war, als würde er wieder seine Gitarre anzünden, wie in Woodstock. Ich war perplex. Ich habe mich nicht getraut, ihn anzusprechen. Aber seit diesem Tag weiss ich, das Jimi nicht tot ist, wie immer alle behaupten."
Warum also gerade bei Elvis? Die Einlassungen von Herrn Kulla, so interessant sie auch insgesamt sind und nochmal berechtigt auf die rassistischen Untertöne der Elivs-Verehrung verweisen, bringen da keine Antwort. Janis war auch "weiss" und machte "schwarze Musik".

10. August 2007, 11:24 | Abgelegt unter: Welt, Das ist die Welt, in der wie leben, Happy Kapitalismus | Tags: | 1 Kommentar

Samstag, Alexanderplatz, Tunnel

Früher nannte man das Reclaim the Streets. Doch egal, wo, wann und in welchem Kontext, dass mit den Radios, die man mitbringen soll, klappt nirgends. Aber gut war’s schon. Bilder und Video bei Voco me!.

24. Juli 2007, 13:03 | Abgelegt unter: Happy Kapitalismus, Antidepressiva | Tags: | 1 Kommentar

Ankommen

Bezeichnend finde ich, dass die Ausstellung „Kunst und Kampf – Bilder einer Ausstellung“ beim diesjährigen Festival 48-Stunden-Neukölln (heute bis Sonntag) gezeigt wird. Kunst und Kampf (kuk) waren eine Gruppe, die in den 80′ern versuchten einen platten Kunstbegriff – ein etwas wie Agitprop-für-die-80er – mit den Themen und Symbolen der damaligen radikalen Linken zu machen. Heraus kamen bunte Plakate mit Autonomen und linken Symbolen, die manchmal vielleicht sogar lustig waren und sich von anderen linken Plakaten abheben sollten. (Ob sie das gemacht haben, darüber läßt sich heutzutage ja anhand der Bücher hoch die kampf dem und vorwärts bis zum nieder mit streiten.)
Aber was die Bilder und Plakate von kuk garantiert gemacht haben, war alles, was die autonome Linke in den 80er an Schiesse gebaut hat, auch mitzumachen. Und an der Gründung der AA/BO soll die kuk auch nicht ganz unbeteiligt gewesen. Aber da fragt man lieber, Leute, die damals dabei waren.
Und jetzt also auf dem Festival hier um die Ecke. Das ist nicht irgendein Festival, sondern das Standort-verbessern-vom-Bezirksamt-und-ansäßigen-Firmen-gesponsterte-Festival, welches seit einigen Jahren zur Aufwertung zumindest eines Gebietes von Neukölln beiträgt. Angekommen ist sie also die kuk, mit all ihrem Anspruch beim Bezirksamt in einem Stadtaufwertungsfestival. Früher hätte die kuk zu so was noch Plakate wegen der Verbürgerlichungstendenz radikaler Linker gemacht. Und heute --- ist sie eine Kunstgruppe unter anderen Kunstgruppen. [Allerdings scheint die Gruppe auch auf eine Person geschrumpft zu sein.]
Na dann, fühlt man sich mit seinem Hedonismus gar nicht mehr so schuldig.

22. Juni 2007, 01:43 | Abgelegt unter: Die deutsche Linke, Happy Kapitalismus, Wo ich jetzt in Neukölln wohne | Tags: No Tags | Comments Off