chaze

regt sich auf & erklärt das universium

Christen sind Nazi, ach Quatsch, andersrum oder so

Zumindest: jesus.de ist eine der größten Plattformen für radikale Christinnen und Christen in Deutschland. Dort stellte letztens ein „KaeptenKook“, Schüler aus Wolgast/Mecklenburg-Vorpommern einen Beitrag ein, der ganz ironiefrei „Was Christen von Nazis lernen können“ betitelt ist. Grundthese: die NPD agiert mit platten Parolen und sozialen Engagement, also müssen das Jesus-Hippies, wie sie sich auf dieser Seite treffen, genau dasselbe tun.

Aber was können wir als Christen davon lernen in unserer Missionsarbeit??? Die NPD will durch praktische Arbeit zeigen, dass sie für die Menschen da sind und dadurch Sympathie und sogar Unterstützung bekommen und viele sich ihre Propaganda anhören — wollen wir das nicht auch, dass die Leute uns zuhören???
Lasst uns für die Menschen da sein, lasst uns nicht Evangelisationen planen, bei denen nur geredet wird, denn das machen die Politiker auch, aber niemand glaubt ihnen mehr. Die Menschen wollen praktisches sehen, Taten. Wann haben wir als Gemeinde, als Christen das letzte mal was gutes für die Stadt gemacht. Wann haben wir auf ihre Wünsche reagiert? [hier]

Das ist selbstverständlich auch keine schöne Aussicht: moralisierendes Jesuspack, dass der Welt den eigenen Glauben und den ganzen moralischen Unsinn, sexistischen Dreck und die herrschaftsaffine Gehorsamshaltung aufdrücken will.

Aber man hätte zumindest erwarten können, dass den Jesus-Jüngerinnen und -Jünger auffällt, was dort steht: nämlich dass sie sich gegenseitig vorschlagen, wie Nazis zu sein. Doch es scheint niemand zu interessieren. Sie diskuttieren so ein bisschen, ob die Autobahnen vor 1933 oder später gebaut wurden und ähnliche Dinge. Die politische Dimension der Aussage fällt ihnen nicht mal auf.
Bezeichnend.

21. Dezember 2006, 17:28 | Abgelegt unter: Nerviges, Kopfschütteln und Achselzucken | Tags: | Comments Off

Zufallswissenschaften

Haha, der Wissenschaft gehts bestimmt schlecht, aber ich find das großartig, dass so nette Menschen vom MIT der Welt schon vor einer Weile einen Zufallsgenerator für wissenschaftliche Texte geschenkt haben, die teilweise sogar abgedruckt werden.
Zum Beispiel:
Red-Black Trees No Longer Considered Harmful
The Impact of Atomic Algorithms on Theory
Understanding of Boolean Logic
Keine Ahnung, was drinsteht, aber sehen doch gut aus. Wie selbst nachgedacht.

[Schon älter, der Generator, aber ich habe ihn erst in diesem Artikel entdeckt.]

18. Dezember 2006, 17:33 | Abgelegt unter: Bestimmt wissens eh schon alle, Nebenher, Happy Kapitalismus | Tags: | Comments Off

Titelgebung

Folgende Gruppe ist noch relativ neu, hat sich trotzdem leider schon mit ihrer EZLN-Begeisterung, naja, eine kleines Naserümpfen verdient. Aber ihren Namen mag ich: Antifaschistische Aktion noch Österreich.
Eigentlich schade, dass es sich um Gefühlslinke zu handeln scheint.

14. Dezember 2006, 13:12 | Abgelegt unter: Welt, Nebenher | Tags: | Comments Off

Das (gute) Ende einer Kampagne und der Neustart einer anderen Gruppe

16.12.2006: von der Chipkartenini

14.00 Uhr / Rosenthaler Platz
Es ist soweit, das rassistische Chipkartensystem der Firma Sodexho ist in Berlin gekippt. Die Firma verlängert den zum 31.1.2007 noch mit dem Bezirk Spandau laufenden Vertrag nicht mehr. Wir schreiben diesen Erfolg auch unseren sechsjährigen kontinuierlichen antirassistischen Aktionen zu – und den ganzen anderen Gruppen und Menschen, die mit uns protestiert haben. Seit über einem Jahr spielte sich in Berlin eine Provinzposse sondergleichen ab. Der Außenbezirk Spandau, der sich immer gerne von Berlin abgrenzt und sich auf seinen dörflichen Ursprung beruft, hielt als einziger Bezirk an dem rassistischen System der Sachleistungsauszahlungen fest. Wenn Spandau wirklich als einziger Bezirk das Gutscheinsystem wieder einführen sollte, kann es sich unseres Widerstandes sicher sein. Und wir fahren auch, wenn’s sein muss, ins Dorf hinaus.
Wir rufen deshalb zur antirassistischen Kundgebung auf. Es gibt was zu feiern, auch wenn staatlicher und alltäglicher Rassismus und weiterhin eine Konstante in Berlin für MigrantInnen ist und wir diesen deshalb in den Mittelpunkt der Kundgebung stellen.

Das war ja ewiges Thema in Berlin, ich weiß gar nicht, wann genau die Initiative angefangen hat. Wie oft haben wir auf Chipkarte für Voküs und was weiß ich eingekauft? Aber Glückwunsch. Endlich einmal ein spürbarer Erfolg für eine sinnvolle Kamapgne.

Und dann abends: 22.00, K9: Die [grab] ist wieder da.
Wieder mit gleichem Namen, Adressen etc., wie vor einigen Jahren, aber halt neu.
Plakat zur Party der Gruppe raus aus Berlin - [grab] am 16.12.2006 in der K9 in Berlin.

09. Dezember 2006, 13:28 | Abgelegt unter: Aktionismus, Bestimmt wissens eh schon alle | Tags: | Comments Off

Proll

Ist es eigentlich ein Zufall oder einfach nur eine Wahrnehmungsverschiebung, wenn im gleichen Monat, in der die Titanic in ihrer „Humorkritik“ bei der Besprechung des Deutschen Comedy-Preis auf die Ominpräsenz der Figur des „Prolligen“ in der – tja – deutschen Comedy hinweist, gleichzeitig immer mehr „Bad Taste“ Partys statt zu finden scheinen. (Also solche, die das auch noch auf die Flyer schreiben. Schlechter Geschmack an sich ist ja eh‘ allgemein auf Partys in Berlin, zumal auf „linken“.)

06. Dezember 2006, 15:38 | Abgelegt unter: Nerviges, Die Medien, Bestimmt wissens eh schon alle, Das ist die Welt, in der wie leben | Tags: No Tags | Comments Off